Was das Thema Anlagemöglichkeiten betrifft, so hat sich die Ausgangslage für private Anleger in den vergangenen Monaten nur wenig geändert. Im Bereich der sicheren Anlagen lassen sich kaum Renditen erzielen.
In anderen Bereichen sieht es nicht viel besser aus: Aktien sind in den vergangenen Monaten ordentlich gestiegen, jedoch war die Rallye aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage keinesfalls vorhersehbar. Ein Einstieg zum aktuellen Zeitpunkt scheint kaum noch interessant: In den letzten Tagen kam es teilweise zu deutlichen Kursrückgängen, die an weiteren Kursanstiegen Zweifel aufkommen lassen.
Aktienanleihen ermöglichen ordentliche Zinseinnahmen
Dennoch können die Aktienmärkte für private Anleger sehr interessant sein – sofern von einem direkten Investment abgesehen wird. Anstatt Aktien zu erwerben, bietet es sich an, auf sogenannte Aktienanleihen zu setzen. In den vergangenen Wochen wurden bereits einige interessante Papiere emittiert und weitere Papiere befinden sich augenblicklich in der Zeichnung.
Allerdings gibt es nur relativ wenige Anleger, die schon einmal von dieser Anleiheform etwas gehört haben. Dies ist sehr schade, weil diese Papiere sehr interessante Anlagemöglichkeiten bieten. Das Grundprinzip einer Aktienanleihe ist ganz einfach: Der Anleger erwirbt eine Anleihe, die ihm eine sichere Verzinsung seines eingesetzten Kapitals garantiert.
Die meisten Aktienanleihen unterliegen einer Laufzeit von ein bis zwei Jahren. Am Ende der Laufzeit wird eine Zinsausschüttung vorgenommen. Augenblicklich lassen sich Zinsen von ca. 5 bis 8 Prozent p.a. auf diese Weise erzielen – eine Rendite, von der Tagesgeldanleger nur träumen können.
Eine Aktie bildet die Grundlage des Investments
Die Anleihen selbst sind jeweils an einen Basiswert bzw. an eine Aktie gekoppelt. Wenn ein Anleger der Meinung ist, eine Aktie könnte sich im kommenden Jahr gut entwickeln, er jedoch wegen möglicher Kursverluste kein Risiko eingehen möchte, kann er eine entsprechende Aktienanleihe erwerben.
Die garantiert ihm eine attraktive Verzinsung des Kapitals. Gleichzeitig ist es so, dass die Aktie sogar fallen kann, ohne dass der Anleger dadurch Geld verliert – zumindest bis zu einer bestimmten Kursschwelle, die je nach Anleihe bei ca. 60 bis 70 Prozent des Aktienkurses bei Emission der Anleihe liegt. Trotz des Kursrückgangs erfolgt die Verzinsung. Bei Unterschreitung der Sicherheitsschwelle wird die Anleihe nicht zum Ausgabepreis, sondern in Aktien des jeweiligen Basiswerts ausgezahlt.
Der Erwerb von Aktienanleihen erfolgt über einen Onlinebroker
Entsprechende Wertpapiere werden vorrangig von Banken aufgelegt und sind über die Börse handelbar. Wer Aktienanleihen kaufen möchte, benötigt daher ein Depot. Am besten ist es, den Erwerb über einen Onlinebroker zu tätigen, weil die Anleihen somit schnell und vor allem zu niedrigen Gebühren gekauft werden können.
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