Mit dem englischen Begriff des Private Bankings wird heute ein Teil der Dienstleistungen von Banken und Kreditinstituten bezeichnet, der sich vor allem auf finanzstarke Privatkunden der Finanzinstitute konzentriert und ihnen besondere Services bietet.
Mit dem Anwachsen des privaten Vermögens hat auch das Interesse vieler Banken an diesem Unternehmensbereich zugenommen.
Die Kunden, die vor allem an Betreuung und Service einen hohen Anspruch stellen, erwartet hier ein breites Leistungsspektrum. Daneben wird der Begriff des Private Bankings auch im Zusammenhang mit der Vermögensberatung sowie der Verwaltung von Vermögen benutzt. Bei Letzterem steht das aktive Management eines Portfolios durch die Banken im Vordergrund, eine Beratung befasst sich lediglich mit Anlageempfehlungen. Eine genaue Definition des Begriffs Private Banking existiert jedoch nicht.
Private Banking - Hohe Eintrittsbarrieren
Um als Bankenkunde in Deutschland in die Liga des Private Bankings aufzusteigen und von den besonderen Leistungen der Banken in diesem Segment zu profitieren, sollten mindestens 500.000 Euro Kapital zur Verfügung stehen. Ab diesem Betrag gilt man als High Networth Individual. Allerdings ist diese Zahl nur als Durchschnittswert anzusehen, denn die Vorgaben der Banken weichen dies bezüglich stark voneinander ab. Für viele Privatkunden sind vor allem die Offshore-Finanzplätze der Schweiz, Liechtensteins oder die Karibikstaaten interessant. Die Bezeichnung Offshore wird dann gewählt, wenn der Wohnsitz des Kunden und Sitz der Bank nicht in einem Land liegen. Allerdings werden die Möglichkeiten für Bürger aus EU-Staaten immer stärker eingegrenzt, was das Private Banking bei einer Offshore-Bank betrifft.
Aktives Managment für die beste Rendite
Eine der Hauptaufgaben des Private Banking besteht darin, für den Kunden eine angemessene Vermögensverwaltung durchzuführen. Diese erfolgt auf zwei unterschiedlichen Wegen: einmal mittels einer aktiven Strategie als Hintergrund und einmal mit einer passiven Kernkomponente. Beide haben das Ziel, ein Portfolio aktiv zu managen. Vor der Einwilligung in einen solchen Generalvertrag sollte sich der Kunde auf jeden Fall über die Konsequenzen aufklären lassen.
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