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Donnerstag, den 11. März 2010

Einlagensicherung

Einlagensicherung bei Tagesgeld & FestgeldSo sind Ihre Anlagen bei den Banken abgesichert

Notwendigkeit und gesetzliche Mindeststandards
 
Insbesondere angesichts der anhaltenden Finanzkrise machen sich viele Anleger Sorgen um ihre Bankeinlagen.

Die Frage, die hier häufig auftaucht, ist: Wie sind die Einlagen gesichert und reicht diese Sicherung auch wirklich aus? Für Verunsicherung sorgt bei diesen Fragen vor allem die Angst davor, dass Banken pleite gehen und die Einlagen nicht an den Sparer zurückgezahlt werden könnten. 

Zunächst einmal muss man zu diesem Thema wissen, dass es in Deutschland eine gesetzliche Einlagensicherung für deutsche Banken gibt.

Diese Sicherung gewährleistet, dass die Einlagen seit dem 01. Juli 2009 zu 100 Prozent abgesichert sind – zumindest bis zu einer Höhe von 50.000 Euro. Zuvor lag die Einlagensicherungsgrenze bei lediglich 20.000 Euro und auch nur 90 Prozent der Einlage waren besichert.

Die Anleger profitieren nun also von einer Änderung des zugrunde liegenden EU-Gesetzes, die zum 01. Juli 2009 in Kraft trat. Übrigens: Geplant ist eine weitere Erhöhung der Einlagensicherungsgrenze auf 100.000 Euro im Jahr 2011.

Diese gesetzliche Mindestsicherung sorgt damit für Sicherheit bei den meisten privaten Sparern und Anlegern. Sie reicht aber nicht in jedem Fall aus, um Einlagen, u.a. auch das Fest- und Tagesgeld, ausreichend abzusichern.

Aus diesem Grund haben viele deutsche Banken freiwillige Maßnahmen eingeleitet, um ihren Kunden mehr Schutz zu gewähren.  

Im Übrigen gibt es keinen Unterschied in der Einlagensicherung von Fest- und Tagesgeld: Beide Einlageformen profitieren auf die gleiche Weise von den gesetzlichen und freiwilligen Sicherungsmechanismen. 

Einlagensicherung von Tages- und Festgeld bei Sparkassen und Co. 

Sparkassen und Genossenschaftsbanken weisen ihre eigenen zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen für die Einlagen ihrer Kunden und somit auch für Tages- und Festgeld auf. Sparkassen bieten ihren Kunden hierbei ein ausgeklügeltes System von Stützfonds, wobei sich die Sparkassen untereinander im Falle des Falles unter die Arme greifen.

Auch die Landesbanken und Girozentralen sind in das Sicherungssystem einbezogen. Die Genossenschaftsbanken – also die Volks- und Raiffeisenbanken – haben wiederum ein eigenes Sicherungssystem, welches aus Garantiebund und Garantiefonds besteht.

Sowohl die Einlagensicherungssysteme von Sparkassen als auch von den Genossenschaftsbanken zielen darauf ab, die Einlagen der Kunden vollständig zu sichern.

Freiwillige Einlagensicherung von Tages- und Festgeld bei deutschen Privatbanken

Deutsche Privatbanken, die ihren Kunden einen Schutz bieten möchten, der über das gesetzliche Mindestmaß hinausreicht, haben sich freiwillig dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen.

Bei den Banken kann man erfragen, wie hoch die Sicherung pro Anleger im spezifischen Fall ausfällt, hier gibt es nämlich eine Prozentregelung, die Bezug auf das Eigenkapital nimmt – oftmals sind die Sicherungen mehrere Millionen Euro pro Kunde hoch.

Die Banken, die dem Sicherungsfonds angeschlossen sind, leisten hiermit einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Tagesgeld und Festgeld gut abgesichert ist.

Wann muss man sich Sorgen um die Einlagensicherung machen?

Wer eine deutsche Privatbank gewählt hat, die dem Sicherungsfonds angeschlossen ist, muss sich in der Regel keine Sorgen machen – er sollte sich unter Umständen allerdings erkundigen, wie hoch die Einlagensicherung pro Kunden ausfällt und dieses mit der Höhe seiner eigenen Einlagen abgleichen.

Selbst wenn es dazu kommen sollte, dass die Sicherungsmechanismen der Banken versagen, ist für Privatanleger noch nichts verloren: In diesem Falle würde die kürzlich beschlossene Bundesgarantie greifen und dafür sorgen, dass die Spareinlagen von Privatanlegern vollständig erhalten blieben. 

Problematisch kann es allerdings werden, wenn es um ausländische Banken geht: Zwar ist die Einlagensicherung auch im Ausland kein Fremdwort, tatsächlich liegt sie zum Teil sogar höher als in Deutschland. Allerdings gestaltet es sich im Schadensfall möglicherweise kompliziert, seine Einlagen wieder erstattet zu bekommen.

Weiterführende Informationen:

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