Investment-Tipp September 2009Mit offenen Immobilienfonds nachhaltig Rendite erzielen
Nach wie vor haben es Anleger nicht leicht, wenn es darum geht, Anlagen zu tätigen, die gute Renditen erhoffen lassen.
Im Investmenttipp des vergangenen Monats wurde die Problematik bereits aufgezeigt: Es existieren so gut wie keine Anlagefelder, die derzeit attraktive Einstiegsmöglichkeiten bieten.
Eher das Gegenteil ist der Fall: An den Aktienmärkten fand in den letzten Wochen eine Rallye statt und an den Anleihemärkten ist das Rennen zweifelsfrei gelaufen. Mutige Anleger können zwar noch einsteigen, doch weitere Kursanstiege sind fraglich.
Stabile und attraktive Renditen derzeit schwer realisierbar
Wer auf stabile und zugleich akzeptable Renditen aus ist, hat es zurzeit relativ schwer. Gute Renditen lassen sich augenblicklich nur erzielen, indem Risiken eingegangen werden. Das mitunter größte Potential bieten immer noch die Rohstoffmärkte, die bereits im vergangenen Investmenttipp empfohlen wurden.
Allerdings sind entsprechende Anlagen an ein vergleichsweise hohes Risiko geknüpft: Längst nicht jeder Anleger kann mit solch einem Investment ruhig schlafen. Deswegen soll diesen Monat eine Anlageklasse vorgestellt und empfohlen werden, die als weniger riskant gilt.
Gemeint sind Immobilienfonds, um genau zu sein: Offene Immobilienfonds. Mit entsprechenden Fondsinvestments befinden sich Anleger in der Lage, von der Entwicklung der Immobilienmärkte zu partizipieren. Zum einen erwirtschaften die Fonds ihre Renditen durch die Erzielung von Mieteinnahmen, zum anderen aber auch durch Wertsteigerungen einzelner Objekte sowie dem gewinnträchtigen Verkauf von Immobilien.
Heiß diskutiert
Bereits an dieser Stelle soll vorweggenommen werden, dass offene Immobilienfonds derzeit ein sehr heiß diskutiertes Thema sind. Im vergangenen Oktober sahen sich mehrere große und zugleich namhafte Investmentgesellschaften dazu gezwungen, ihre Fonds vorübergehend zu schließen: Es wurden keine Anteile mehr zurückgenommen.
Damals wollten zu viele Anleger ihr Kapital auf einmal abziehen, wodurch die Investmentgesellschaften in Bedrängnis geraten sind – schließlich lassen sich große Gewerbeobjekte nicht von heute auf morgen verkaufen.
Bis nach der Abwertung warten
Inzwischen wurden die meisten Fonds wieder geöffnet: Die Anleger ziehen kaum noch Gelder ab, weil der augenblickliche Markt kaum Alternativen zu bieten hat. Die Lage hat sich zweifelsfrei stabilisiert und zum Teil wird schon wieder ordentlich in die Fonds investiert. Bei der Auswahl offener Immobilienfonds gilt es dennoch aufzupassen:
Die Immobilienpreise sind in vielen Regionen gefallen und haben letztendlich zu starken Abwertungen der Fonds geführt. Daher sollten vorrangig Fonds ausgewählt werden, die bereits eine Abwertung erfahren haben – es wäre ärgerlich, wenn der Fonds erst nach dem Kauf der Anteile abgewertet wird.
Zudem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Immobilienfonds als sehr langfristiges Investments gedacht sind. Ein Investment sollte daher auf mindestens drei Jahre ausgelegt sein.
Investmenttipp August 2009: Chancen bei Rohstoffen
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