Zinseszins
Der Zinseszins bezeichnet Zinserträge, die aus zuvor gutgeschriebenen Habenzinsen resultieren. Der gesamte Zinsertrag einer Anlage errechnet sich demnach aus dem Zins plus Zinseszins. Dabei gilt: Eine Geldanlage ist umso renditeträchtiger, je mehr Zinsen sie über einen bestimmten Zeitraum erwirtschaftet, je höher also der gesamte Zinsertrag während einer Gesamtlaufzeit ist.
Der Zinseszinseffekt ist bei der langfristigen Geldanlage von enormer Bedeutung, da die Gesamtrendite sich dadurch deutlich verbessert. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Zinsen nicht ausgezahlt, sondern dem Anlagekonto gutgeschrieben und damit weiter angelegt werden. Bei Festgeldkonten wird der Zinseszins in der Regel durch Wiederanlage des gesamten Rückzahlungsbetrags eines Engagements bezeichnet. Bei unterjährigen Anlagezeiträumen wird sehr schnell ein positiver Effekt erzielt.
Bei einem Angebotsvergleich ist es für Interessenten wichtig darauf zu achten, wann die Zinsgutschrift erfolgt. Beträgt die Anlagedauer 12 Monate oder länger, erzielen Engagements mit monatlicher, quartalsweiser oder halbjährlicher Zinsgutschrift aufgrund des Zinseszins-Effektes eine höhere Rendite als Anlagen, bei denen die Zinsgutschrift erst zum Ende des Engagements erfolgt. Es gilt: Je häufiger eine Zinsgutschrift erfolgt, desto größer ist der Zinseszins-Effekt.

