06.08.2010
SEB ImmoInvest bleibt weiter dicht
Medienberichten zufolge verlängert die schwedische SEB die Aussetzung der Anteilrücknahme um weitere neun Monate.
Die Bank teilte mit, dass derzeit die Voraussetzungen für eine Öffnung nicht gegeben seien. Das Branchenschwergewicht bindet derzeit mehr als 6 Milliarden Euro, Anleger kommen an ihre Einlagen nicht heran.
Der eigentlich offene Immobilienfonds hatte am 06. Mai die Rücknahme von Anteilen zunächst für drei Monate ausgesetzt. Ursache dafür war ein erheblicher Abzug von Kapital, ausgelöst durch die Ankündigung eines Gesetzesentwurfs, der u.a. längere Haltefristen für Anleger vorsah. Dem Sender n-tv zufolge soll dem Kabinett im September ein überarbeiteter Gesetzesentwurf vorgelegt werden.
Er sieht u.a. vor, dass Großinvestoren bei Rückgabe ihrer Anteile innerhalb der ersten zwei Jahre Abschläge in Kauf nehmen müssen. Privatanleger sollen ein Schlupfloch nutzen können: Offenbar soll es für sie möglich sein, monatlich 5.000 Euro pro Monat ohne Abschläge aus einem Fonds abziehen zu können.

